Gandhi-Preis

Mit dem "Gandhi-Preis für Zivilcourage und gewaltfreie Veränderung" werden seit 1998 Kinder, Jugendliche und Erwachsene der Joseph-Beuys-Gesamtschule ausgezeichnet, die zivilcouragiert gehandelt oder Initiativen zur Weiterentwicklung einer konstruktiven Konfliktkultur gezeigt haben. Der Gandhi-Preis wird an den beteiligten Schulen jährlich mindestens einer Person oder einer Gruppe verliehen. Er beinhaltet einen Geldbetrag von insgesamt 100,- Euro pro Jahr. Die Preisträger/-innen erhalten zudem eine Urkunde und werden beim jährlichen öffentlichen Neujahrsempfang der Schule ausgezeichnet. In den Jahren von 2010 bis 2013 hat die Bürgermeisterin Fr. Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann den Preis überreicht. Jedes Mitglied der Schulgemeinde kann Personen vorschlagen, die Zivilcourage gezeigt oder Initiativen zur gewaltfreien Veränderung ergriffen haben.

Gandhi-Preis-Verleihung auf dem Neujahrsempfang 2016

Beim Neujahrsempfang der Joseph-Beuys-Gesamtschule 2016 wurde in einem festlichen Rahmen die Preisträgerin des Gandhi-Preises des Jahres 2015 geehrt: Alla Dierawiyah aus der Klasse 9.2.

Hier Auszüge aus der Begründung der Schule:

Alla Dierawiyah übernahm seit Beginn ihres Schulbesuchs immer einen aktiven Anteil an friedlichen Regelungen von Konflikten aller Art. Sie lebte wertschätzende Gesprächskultur und zeigte in hohem Maße empathisches Verhalten. Als ein Schüler sich im Unterricht respektlos über Juden äußerte, griff sie ein und nahm die Juden in Schutz.

In der Schule und auch außerschulisch engagierte sich Alla in der Flüchtlingshilfe; sie setzte sich für ein Willkommensfest in einer Flüchtlingsunterkunft ein, gab Sprachunterricht und war als Dolmetscherin behilflich.

Herzlichen Glückwunsch!

Traditioneller Neujahrsempfang an der Joseph-Beuys-Gesamtschule mit dem Höhepunkt der Gandhi-Preis-Verleihung

Mit einem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Programm bedankte sich die Schulgemeinde am 30.01.2015 bei ihren zahlreichen Kooperationspartnern und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Diesmal herrschte eine besonders feierliche Stimmung in der Aula der Joseph-Beuys-Gesamtschule: „Happy“ und „Final Countdown“ spielten die Bläser aus den Jahrgängen 7-12 unter der Leitung von Musiklehrerin Christine Haas schwungvoll und routiniert zum Auftakt, unterstützt von Schlagzeuger Ross Omosefe, 7.1.
Moderiert wurde die Veranstaltung von einem „eingespielten“ Team: Schulleiterin Regine Brochhagen-Klein führte gemeinsam mit Schülersprecher Marcel Jansen durch das Programm, unterstützt von der Schulpflegschaftsvorsitzenden Manuela Hermanns.
Herr Tim Baumeister von der AOK nahm von Schülerinnen und Schülern der Klassen 5.1 und 5.2 ein selbstgestaltetes Plakat mit farbig ausgemalten „Wasserbewohnern“ entgegen. Dies war ein kleines „Dankeschön“ für einen ereignisreichen Tag im Sea-Life Aquarium Oberhausen, den die Klasse des Kollegen Lars Brinkmann im Rahmen des Nichtraucherwettbewerbs „Don´t start – be smart“ für die Schule gewonnen hatte.

Höhepunkt war die Verleihung des „Gandhi-Preises für Zivilcourage und Gewaltfreie Veränderung“ an zwei Schüler aus der Klasse 7.3. Stolz nahmen Mohamad Hossein und Roberto Filingeri den Preis aus der Hand des Schuldezernenten Burkhard Hintzsche entgegen und berichteten, wie sie durch ihren mutigen Einsatz einen Fall von Mobbing in der Klasse verhindern konnten. Jens Höhner von der „Fördergemeinschaft Friedensarbeit und Gewaltlosigkeit e.V.“ übergab den beiden ein Geschenk und Herr Hintzsche lobte in seiner Laudatio nicht nur das vorbildliche Verhalten der beiden Schüler, sondern stellte auch einen Bezug zu den zahlreichen Projekten an der Joseph-Beuys-Gesamtschule her, die soziales, couragiertes Verhalten fördern, wie z.B. das Coolnesstraining, die Streitschlichter und das Comenius-Projekt. In seiner Rede ging er auf die veränderte Bedeutung der Schule ein, die eben heutzutage viel mehr sein müsse als ein Ort der Wissensvermittlung.
Weitere Ehrungen folgten. Die Verleihung der „Beuys-Hut-Nadel“ für besonderes Engagement zum Wohle der Schule ging an unsere Kollegin Christel Müller-Spandick und unseren Kollegen Stephan Eilert für ihr Engagement in vielen Projekten, die Schülerin Manal Mekadmi aus der 8.3, die durch ihre offene und ehrliche Weise in Konfliktsituationen vorbildlich wirkt, an die Schüler Marijan Maric aus dem 12. Jahrgang und Bichyko Kvyezyeryeli aus dem 13. Jahrgang, die beide sehr schnell und eigenverantwortlich ihre Musikinstrumente lernten und Frau Haas außergewöhnlich verantwortungsbewusst und zuverlässig bei der Organisation unterstützen.
Weiterhin wurden zwei „treue“ ehrenamtliche Mitarbeiterinnen geehrt: Frau Gabriele Homburg, Frau Dr. Fatima Tarraze. Beide unterstützen Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu besseren Lernerfolgen. Frau Gundula Linden (ehemals STERN-Verlag), Herr Reinhard Schmidt vom „SchlAu“-Projekt (Schule ohne Homophobie/ Schule der Vielfalt) und Herr Jörg Fischer (Filialdirektor Sparkasse Benrath) wurden ebenfalls „Beuys-Hut-Nadel-Träger“. Eine „Überraschungshutnadel“ gab’s auch – für Frau Brochhagen-Klein: In seiner Ansprache würdigte Schülersprecher Marcel Jansen unsere Schulleiterin als menschlichen Mittelpunkt der Schule, er kenne keine Schülerinnen und Schüler, die nicht von ihr begeistert seien. Frau Brochhagen-Klein nahm die Dankesworte vom Schülersprecher Marcel Jansen ganz gerührt entgegen.
Ganz besonders freute sich anschließend auch die Vorsitzende unseres Fördervereins, Lehrerin Beate Eberl, die aus der Hand von Herrn Jörg Fischer von der Stadtsparkasse einen Scheck in Höhe von 2500 € entgegennahm.
Sehr gefühlvoll wirkte anschließend der Tanz der Schülerin Luisa Kvyezeryeli aus dem 10. Jahrgang nach „Cry“ von Rihanna und es war dann schon ein bisschen erstaunlich, wie konzentriert und interessiert das Publikum am Ende dem guten Gast-Vortrag von Herrn Dr. Martin Arnold zu Gandhis Jugend und Gandhis Wirken noch folgen konnte.
Anschließend wurde noch viel erzählt bei einer Erfrischung und kleinen Häppchen der Schülerfirma „easy food“ (Leitung Claudia Andersch).

Neujahrsempfang 2013

Preisregen und Auftakt zur Gandhi-Wanderausstellung

Die Bläserklasse des 7. Jahrgangs unter der Leitung von Herrn Boßerhoff
Die Bläserklasse des 7. Jahrgangs unter der Leitung von Herrn Boßerhoff

Ein Neujahrsempfang der besonderen Art erwartete die zahlreichen Gäste, die sich am Mittag des 1. Februar 2013 in der Aula der Joseph-Beuys-Gesamtschule einfanden. Schließlich hatte sich bereits herumgesprochen, dass zu diesem Anlass eine Wanderausstellung mit vierzehn großformatigen Bildtafeln der etwa 200 Gandhi-Preisträgern aus ganz NRW eröffnet werden sollte. Entsprechend rasch füllte sich die Aula und so konnten Schulleiterin Regine Brochhagen-Klein und Schulpflegschaftsvorsitzender Udo Hensche, die gemeinsam durch das Programm führten, pünktlich mit der Feier beginnen.

Schulleiterin Frau Brochhagen-Klein begrüßt die Gäste
Schulleiterin Frau Brochhagen-Klein begrüßt die Gäste

In ihrer Begrüßungsrede dankte Frau Brochhagen-Klein den anwesenden Gästen, unter ihnen erneut zahlreiche Ehrengäste, wie beispielsweise Bürgermeisterin Frau Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Gastredner Dr. Martin Arnold, für ihr reges Interesse am traditionsreichen Neujahrsempfang und stimmte sie auf die vielen Programmpunkte ein. Zunächst erhielten vier Mitglieder der Schulgemeinde eine Auszeichnung für ihr besonderes Engagement und ihren Beitrag zu einem gelungenen Miteinander an der Joseph-Beuys-Gesamtschule. Über eine Urkunde und eine Beuys-Hut-Nadel durften sich Marcel Jansen (Schüler des 9. Jahrgangs.), Frau Melitta Müller (Lehrerin), Herr Hermann Gronen (Elternvertreter) und Frau Margret Freitag (Mitarbeiterin in der Firma "Schulküche") freuen.

Friedensforscher Dr. Martin Arnold hielt einen Vortrag zum gewaltfreien Umgang mit Konflikten im Sinne Gandhis
Friedensforscher Dr. Martin Arnold hielt einen Vortrag zum gewaltfreien Umgang mit Konflikten im Sinne Gandhis

Es folgte ein Vortrag von Herrn Dr. Martin Arnold, der sich als Friedensforscher mit Formen des friedlichen Umgangs mit Konflikten befasst hat und weiß, dass Konflikte immer auch auf Missstände hinweisen. Die sich anschließende Beschreibung der Preisträgerin des "Gandhi-Preises für Zivilcourage und gewaltfreie Veränderung", der von der Fördergemeinschaft Friedensarbeit und Gewaltlosigkeit e.V. vergeben wird, traf auf eine der anwesenden Lehrerinnen zu, die völlig überrascht und fast sprachlos war, als Frau Brochhagen-Klein ihren Namen nannte: Frau Silvia Ropertz.

Frau Ropertz erhält ihre Auszeichnung von Frau Dr. Strack-Zimmermann. (v.l.n.r.: Frau Zita Diedler, Frau Brochhagen-Klein, Frau Dr. Strack-Zimmermann, Frau Ropertz)
Frau Ropertz erhält ihre Auszeichnung von Frau Dr. Strack-Zimmermann. (v.l.n.r.: Frau Zita Diedler, Frau Brochhagen-Klein, Frau Dr. Strack-Zimmermann, Frau Ropertz)

Ihr jahrelanger Einsatz für die Menschenrechte im Rahmen des Comenius-Projekts an der JBG sowie ihr außergewöhnliches Engagement für Kinder und Menschen in aller Welt machen ihren Verdienst um friedliches Zusammenleben und Völkerverständigung deutlich. Sie deckt nicht nur Missstände auf, sondern setzt sich auch für deren Beseitigung ein, etwa in Form einer Petition bei einem namhaften Bekleidungsunternehmen, das Kinderarbeit unterstützt, oder dem Schnüren von Friedensdorf-Paketen mit Kindern der Comenius-AG, damit Kinder in Armenien, Georgien und Tadschikistan im Winter Lebensmittel und warme Kleidung erhalten. Frau Ropertz war sichtlich gerührt, als sie ihre Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 100,- Euro entgegennahm.

Umrahmt wurden die Reden und Auszeichnungen von musikalischen Hochgenüssen der Bläserklasse, dem Auftritt des Faches Darstellen und Gestalten, vertreten durch den 6. Jahrgang, sowie dem Gesangsbeitrag einer Schülerin des 10. Jahrgangs, die von Herrn Boßerhoff am Klavier begleitet wurde.

Die Wanderausstellung im Foyer der JBG stellt die bisherigen Gandhi-Preisträger vor.
Die Wanderausstellung im Foyer der JBG stellt die bisherigen Gandhi-Preisträger vor.

Im Anschluss an die Veranstaltung konnte die Wanderausstellung der bisherigen Gandhi-Preisträger besichtigt werden, die bis zum 14. Februar im Foyer der Joseph-Beuys-Gesamtschule bleibt um dann von dort aus an andere Schulen, Jugendzentren und Institutionen ausgeliehen zu werden. So soll der Gandhi-Preis in einem größeren Umfeld bekannt gemacht werden, damit Zivilcourage und gewaltfreier Umgang mit Konflikten stärker thematisiert und gefördert werden.

Weitere Informationen zum Gandhi-Preis und zur Wanderausstellung erfahren Sie hier: http://www.gandhi-preis.de