Bisherige Preisträger

2015: Alla Dierawiyah

Sie lebte wertschätzende Gesprächskultur, zeigte in hohem Maße empathisches Verhalten und
beteiligte sich immer wieder an friedlichen Regelungen von Konflikten aller Art. Als ein Schüler sich im Unterricht respektlos über Juden äußerte, griff sie ein und nahm diese in Schutz.

2014: Mohamad Hossein und Roberto Filingeri

Sie griffen ein, als ein Mitschüler in einer Whats-App-Gruppe gemobbt wurde, machten öffentlich, welche Folgen dauerhafte Beleidigungen im Netz haben können und sorgten dafür, dass die Whats-App-Gruppe aufgelöst und das Mobbing beendet wurde.

2013: Markus Prengel

Er beeinflusste durch seine Menschenfreundlichkeit, sein Engagement, seine Integrationsfähigkeit und die Unterstützung „schwacher“ Schüler/innen das Schulklima und ergriff niemals vorschnell Partei. Versöhnen statt spalten - das könnte sein Lebensmotto sein.

2012: Silvia Ropertz

Silvia Ropertz engagierte sich für die Freilassung zu Unrecht inhaftierter Bürger/-innen in der Ukraine, für kriegsversehrte Kinder im Friedensdorf Oberhausen und für Kinder in Armenien. Sie regte auf unterschiedlichste Art Schüler/innen dazu an, sich mit den Menschenrechten zu beschäftigen: Aktionen in einer Fußgängerzone gehörten genauso dazu wie ein Interaktiver Tannenbaumschmuck und die Begleitung verschiedener Unterrichtsprojekte durch Internet-Blogs.

2011: Markus Sobotka

Markus Sobotka ließ sich als Fahrzeugbegleiter für Busse und Bahnen ausbilden, so dass er bei Konflikten mit beteiligten Schülern eingreifen konnte. Er war Gründungsmitglied einer Spielplatzinitiative und fiel durch soziales Engagement im Ganztagsbereich der Schule und in verschiedenen Freizeitinitiativen seines Stadtteils auf.

2010: Udo Hensche

Udo Hensche hat maßgeblich dafür gesorgt, dass die Joseph-Beuys-Gesamtschule das Konzept einer „Schule ohne Homophobie – Schule der Vielfalt“ übernommen hat. Seine Initiativen haben dazu geführt, dass Vorurteilen gegenüber Schwulen und Lesben im Unterricht und in den Pausen verstärkt entgegengetreten wird. Diskriminierung von Homosexuellen sowie Gewaltübergriffe sollen in der JBG keinen Platz haben.

2009: Jens Höner und das Streitschlichter-Team der JBG

Jens Höner hat durch sein couragiertes Verhalten in einem Konfliktfall innerhalb der Schülerschaft besonderen Mut bewiesen. Das Streitschlichter-Team der Joseph-Beuys-Gesamtschule wurde geehrt, weil es seit über 10 Jahren bei Konflikten zwischen Schülern und Schülerinnen vermittelt.

2008: Anneliese Makein, Kassandra Schröter, Ricardo Bolaino Sanches und Chris Boenki

Anneliese Makein hat durch ihr Engagement als Schulpflegschaftsvorsitzende in der Vermittlung zwischen Schüler/-innen, Eltern sowie Lehrer/-innen häufig dazu beigetragen, die soziale Atmosphäre an der Schule positiv zu beeinflussen. Kassandra Schröter, Ricardo Bolaino Sanches und Chris Boenki haben nach der Ausbildung zum/zur „Fahrzeugbegleiter/-in“ in einer Vielzahl von Konflikten dazu beigetragen den Weg von und zur Schule mit einer konstruktiven Konfliktkultur zu begleiten.

2007: Mahtab Golmoradi Marani

Mahtab Golmoradi Marani hat vielfältig Zivilcourage bewiesen und sich für ein gewaltfreies Miteinander stark gemacht. Als Schülersprecherin der Schule zeigte sie vorbildliches Verhalten. Bei verbalen Auseinandersetzungen und anderen Konflikten zwischen Schülerinnen und Schülern griff sie beherzt ein und versuchte die Situation zu klären. Sie organisierte und leitete mit ihrem Team eine SV-Veranstaltung zum Thema „Amokläufe in der Schule – nicht bei uns?!“

2006: Astrid Kappner

Astrid Kappner setzte sich seit Jahren unermüdlich dafür ein, Strukturen in der Joseph-Beuys-Gesamtschule so zu verändern, dass Konflikte vermieden, entschärft oder gewaltfrei ausgetragen werden können. Außerdem schaltete sie sich immer wieder beruflich und auch außerschulisch in Konflikte ein, in denen sie mit allen Beteiligten und oft mit viel Zivilcourage versuchte, zu gewaltfreien Regelungen zu kommen. Zur Leitlinie im Schulprogramm „Wir vermitteln und stärken eine konstruktive Konfliktkultur“ erstellte sie maßgeblich Konzepte und füllte sie anschließend mit Leben. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz für eine konstruktive Konfliktkultur würde die Schule nicht so aussehen, wie sie sich mittlerweile darstellt.

2005: 17 Schüler/-innen der Klasse 9.4

Sie stellten nach einer Betriebsbesichtigung fest, dass man ihnen nur die halbe Wahrheit gesagt hatte. Bei ihren Nachforschungen gerieten sie in einen internationalen Konflikt, bei dem es um Umweltschutz, Arbeitsplatzabbau, Aktienkurse, Bedrohung der Urbevölkerung in Finnland und Menschenrechte ging. In der Diskussion mit dem Vertreter eines Weltkonzerns und bei Anwesenheit der Presse forderten sie Wahrheit und Gerechtigkeit.

2004: Andre Wemmers

Von Anfang an war es Andre Wemmers Anliegen, sich in den Schülerfirmen der JBG für eine verbesserte Mitbestimmung der Mitarbeiter/-innen und für demokratischere Strukturen einzusetzen. Er war maßgeblich beteiligt an der Gründung der ersten Schulgenossenschaft in Deutschland, einer Wirtschaftsform, deren Ziel nicht Profit und Gewinnstreben, sondern Solidarität und Dienstleistungen für Schüler/-innen, Eltern und Lehrer/-innen ist.

2003: Färeß Chain, Scharadeh Habibi, Rita Lakatos und Sarah Schintze

Sie organisierten anlässlich des Attentats im Gutenberg-Gymnasium in Erfurt im April 2002 in der Joseph-Beuys-Gesamtschule eine Plakataktion gegen Gewalt. Ferner sammelten sie Unterschriften für ein Kondolenzbuch und nahmen aktiv an der Friedensdemonstration im Mai 2002 in Düsseldorf teil, bei der dem Landtagspräsidenten das Kondolenzbuch zur Weiterleitung an die Erfurter Schule überreicht wurde.

2002: Natali Belz und Nina Ilardi

Eine Mitschülerin brach im Winter nach Schulschluss in einen zugefrorenen Teich ein und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Passanten reagierten nicht. Natalie und Nina hingegen bewiesen in dieser Situation Eigenverantwortung und handelten gemeinsam überlegt und couragiert. Nach der Rettung durch Polizei und Feuerwehr begleiteten sie die Mitschülerin zum Krankenhaus – wo diese wegen Unterkühlung zwei Tage lang behandelt werden musste – und leisteten ihr Beistand, bis ihre Mutter eintraf.

2001: Janis Peil, Eva Stahl und Anita Starosta

Sie entdeckten im Frühjahr 2001 auf einer Schultoilette Nazi-Schmierereien. Darüber waren sie sehr empört, schrieben die Texte ab und meldeten der Schulleitung ihre Entdeckung. Anschließend entfernten sie mit Hilfe von Mitschülerinnen die Schmierereien und unterstützten die Einberufung einer Schülerversammlung. Hier informierten sie die Jugendlichen über den Vorfall und riefen alle dazu auf, sich mit Nachdruck gegen die Verbreitung von Nazi-Gedankengut zu wehren.

2000: Klasse 10.1 und Klasse 10.4

Sie unterstützten die Stiftungsinitiative der Deutschen Wirtschaft in ihrem Bemühen, dass mehr Firmen Geld für die „Wiedergutmachung“ gegenüber Zwangsarbeitern in den Fond einzahlten. Gleichzeitig stellten sie eine Promille ihres jährlichen Taschengeldes (entsprechend der einen Promille des jährlichen Umsatzes der Firmen) der Stiftungsinitiative zur Verfügung. Sie erzeugten damit innerhalb und außerhalb der Schule große Wirkung.

1999: Evelyn Griebsch, Laura Entges, Jennifer Dammers, Beate Brozsat, Sarah Bockholdt (Streitschlichterinnen), Christel Müller-Spandick, Edda Nickel-Stegemann (Lehrerinnen)

Sie erhielten den Preis, weil sie durch ihre engagierte Tätigkeit dazu beitrugen, dass Schüler/-innen lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen.

1998: Daniela Schreiner und Susanne Melzer

Daniela Schreiner und Susanne Melzer setzten sich für zwei Mädchen ein, die von anderen Schülern und Schülerinnen so gemobbt wurden, dass diese schließlich zu Außenseiterinnen wurden. Sie hatten den Mut, sich gegen den Gruppenzwang zu stellen.