Joseph-Beuys-Gesamtschule setzt ein Zeichen für Erinnerungskultur und Demokratiebildung
Vom 08. bis 10. Juli 2026 besuchte der gesamte 9. Jahrgang der Joseph-Beuys-Gesamtschule gemeinsam mit den Klassenleitungen die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Der Besuch eines Erinnerungsortes ist fest im Schulprogramm verankert und stellt einen wichtigen Bestandteil der historisch-politischen Bildung an der Schule dar.
Ziel der Fahrt ist es, den Lernenden historisches Lernen an einem authentischen Ort zu ermöglichen und sie zur Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus, der Bedeutung von Menschenrechten sowie der Verantwortung für unsere Demokratie anzuregen. Die Gedenkstättenfahrt bietet Raum für persönliche Fragen, gemeinsames Nachdenken und intensive Gespräche über Geschichte und Gegenwart.
Gerade vor dem Hintergrund eines erstarkenden Antisemitismus sowie einer zunehmenden Zahl rassistischer und homophober Übergriffe gewinnt die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit besondere Bedeutung. Die Erfahrungen vor Ort sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Folgen von Ausgrenzung, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit zu stärken und die Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewusstem Handeln in Gegenwart und Zukunft zu ermutigen.
Im Vorfeld der Fahrt setzten sich die Lernenden im Gesellschaftslehreunterricht über mehrere Wochen intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs auseinander. Die Lehrkräfte bereiteten den Besuch zudem durch eine eigene Vorabfahrt nach Buchenwald sorgfältig vor und entwickelten passgenaue Workshops, die während des Aufenthalts mit den Lernenden durchgeführt werden.
Ermöglicht wird die Gedenkstättenfahrt durch die großzügige Unterstützung der Paul & Mia Herzog-Stiftung. Die Joseph-Beuys-Gesamtschule bedankt sich herzlich für diese finanzielle Förderung, die einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit und Demokratiebildung junger Menschen leistet.
Erinnern heißt Verantwortung übernehmen
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„Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen“
(Joseph Beuys)
Im Rahmen des Gesellschaftslehre-Unterrichts beschäftigte sich unsere Klasse 9 in den letzten Wochen intensiv mit dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit des Nationalsozialismus. Aus diesem inhaltlichen Zusammenhang heraus entstand der Wunsch der Schüler*innen, eine Gedenkstätte zu besuchen.
Diesen Wunsch konnten wir nun umsetzen: Für Juni ist eine zweitägige Klassenfahrt nach Weimar geplant - mit Übernachtung und einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald.
Die Freude war groß als wir erfuhren, dass unsere Fahrt durch Fördermittel der BürgerStiftung Düsseldorf unterstützt und ermöglicht wird.
Einen weiteren Teil der Kosten möchte die Klasse zusätzlich durch eigene Aktionen abdecken – wie auf den Fotos zu sehen ist, wurde bereits bei einer Schulveranstaltung engagiert Essen verkauft.
Wir danken herzlich für die finanzielle Unterstützung, die diese wichtige außerschulische Lernerfahrung möglich macht.