Die Schaubühne hat einen besonderen Platz in der Schulkultur der Joseph-Beuys-Gesamtschule, denn hier wird auf interessante und kurzweilige Art Unterricht für den Zuschauer transparent und öffentlich gemacht. Unseren jungen Akteuren wird so ein Forum geboten, auf der Bühne Talent, Erlerntes und in der Gruppe Erarbeitetes zu präsentieren.
Die Kurse Darstellen und Gestalten der Jahrgänge 7 bis 10 der Joseph-Beuys-Gesamtschule luden auch diese Jahr zu einem gemeinsamen Präsentationsabend, diesmal unter dem Titel „Spuren“, ein. In spannenden Inszenierungen setzten sich die Lernenden mit der Frage auseinander, welche Spuren Menschen hinterlassen – sichtbar und unsichtbar, bewusst und unbewusst.
Die Präsentationen zeigten Ergebnisse aus der praktischen Arbeit der letzten Monate und verbanden Wort, Bewegung, Bild und Musik zu einem künstlerischen Gesamterlebnis. Persönliche Erfahrungen, Inspirationen aus der griechischen Mythologie, der Welt der Märchen, der klassischen Detektivgeschichte und kreative Experimente flossen dabei in die Darstellungen ein und machten deutlich, wie unterschiedlich Spuren wahrgenommen, gedeutet und als Basis zu eigenen kreativen Produkten genutzt werden können.
Der Abend eröffnete dem Publikum Einblicke in die Arbeit der Lernenden im Fach Darstellen und Gestalten. „Spuren“ stand dabei nicht nur für das, was auf der Bühne sichtbar wurde, sondern auch für die Lernprozesse , die im Laufe des Schuljahres entstanden sind.
7. Jahrgang
„Auf den Spuren von Hänsel und Gretel“
Der siebte Jahrgang nahm das Märchen „Hänsel und Gretel“ der Gebrüder Grimm unter die Lupe und fand dort Spuren, die anderen Lesenden vielleicht verborgen blieben…
Der Kurs wird geleitet von Frau Hentrich und Frau Lindecke.
8. Jahrgang
„Gewaltige Freiheit“
Unter der Leitung von Frau Mayer und Frau Lindecke begab sich der achte Jahrgang auf eine Spur, die sie durch die verschiedenen Stadien des Menschseins führte.
9. Jahrgang
„Der rote Faden“
Der neunte Jahrgang beschäftigte sich mit dem Mythos von Ariadne und dem roten Faden. Der rote Faden stand dabei symbolisch für Struktur, Zusammenhalt und kreative Lösungen.
Frau Spoo und Frau Sommer erarbeiteten diese Präsentation mit den Lernenden, dabei wurden sie unterstützt von Bianca Künzel (Schauspiel) und Aylin Celik aus dem Lernort Studio. Nicolas Solbach arbeitete am Bühnenbild.
10. Jahrgang
„Just one more thing“
Ihr Abschlussstück mit dem Titel „Just one more thing“ präsentierte uns der zehnte Jahrgang. Die Lernenden begaben sich gemeinsam mit den größten Detektiven der Welt auf Verbrecherjagd.
Die Leitung dieses Kurses haben Frau Weimann und Frau Heseding.
Unter dem Titel:
„Wünschenswert“
zeigen die Kurse des 7.-10. Jahrgangs des Faches Darstellen und Gestalten der Joseph-Beuys-Gesamtschule verschiedene Inszenierungen auf der Bühne, die sich mit den vielfältigen Facetten des Wünschens auseinandersetzen.
Wünschen ist ein Wort, das den Ausdruck eines Verlangens bezeichnet. Etwas Bestimmtes soll eintreten oder erfüllt werden – es ist ein Bedürfnis des Menschen, etwas zu erhalten, was er/sie vorher nicht besaß.
Dabei kann man durchaus differenzieren zwischen erfüllbaren Wünschen, die in der realen Welt erreichbar sind und nicht erfüllbaren Wünschen, die außerhalb der Reichweite menschlicher Fähigkeiten liegen.
Die Präsentationen der Kurse Darstellen und Gestalten spielen mit der Balance zwischen erfüllbaren Wünschen und unerfüllbaren Träumen, die uns zwar inspirieren, aber nie Realität werden.
7. Jahrgang
„Wünsch dir was“
Die Lernenden des 7. Jahrgangs laden uns zunächst auf eine Reise durch die Glaubenssätze einer altbekannten Düsseldorfer Band ein, bevor sie uns buchstäblich den Spiegel vorhalten.
8. Jahrgang
„We are family“- dieses Stück des 8. Jahrgangs pendelt zwischen den Wünschen nach materiellen und immateriellen Dingen am Beispiel des Systems „Familie“.
9. Jahrgang
Was wäre, wenn man drei Wünsche freihätte? Das Spiel um diese Verwicklungen hat den 9. Jahrgang zu einer Neuinterpretation von „Aladdin“ inspiriert.
10. Jahrgang
„Ein bisschen Schwund ist immer“. Die Idee einer Jury, zu der man mit seinen Wünschen gehen könnte, sorgt für heitere Verwicklungen.
Unter dem Titel: „Risiken und Nebenwirkungen“ zeigten die Kurse des 7-10. Jahrgangs des Faches Darstellen und Gestalten der Joseph-Beuys-Gesamtschule eindringliche Inszenierungen auf der Bühne.
Die Lernenden setzten somit ein starkes Zeichen für Aufklärung und Bewusstsein und warfen auch einen kritischen Blick auf die Herausforderungen und Konsequenzen von Fehlverhalten, die im Alltag lauern. Das Publikum wurde zu einer emotionalen Reise eingeladen, die Einblicke in die vielschichtigen Risiken und Nebenwirkungen des Lebens gewährt.
Die Präsentationen zeigten auf eindrucksvolle Weise, wie die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen können.
7. Jahrgang
Der Zauberlehrling reloaded
Die Integration von künstlerischer Intelligenz in unserem Alltag erzählt viele Geschichten. Einige bringen 25 Darstellende der 7. Klassen der Joseph-Beuys-Gesamtschule auf die Bühne. Und Achtung! Auch Maschinen haben Risiken und Nebenwirkungen. Fraglich bleibt, wie menschlich kann ein Roboter werden.
Verfolgen Sie auf der Schaubühne was passiert, wenn Roboter außer Kontrolle geraten. Es wird mechanisch cool!
Mit den Lernenden erarbeitet wurde diese Präsentation von Frau Dieckmann und Frau Haas.
8. Jahrgang
…und wie du wieder aussiehst! Geschichten aus dem Struwwelpeter
Welche Risiken und Nebenwirkungen haben sich die Menschen vor 200 Jahren vorgestellt und wie wurden Kinder erzogen, um sie vor Risiken zu schützen?
Das zeigen uns, sehr eindrücklich und manchmal auch gruselig, die Geschichten des Struwwelpeters. Heinrich Hoffmann hat im Jahr 1844 seinem Sohn dieses Buch geschrieben, einen kleinen Ratgeber fürs Leben: keine dreckigen Hände haben, die Suppe immer aufessen, keine Tiere ärgern, nicht herumzappeln oder auch nicht mit Feuer spielen. Kommt Ihnen das bekannt vor?
Der 8. Jahrgang präsentiert Ihnen Geschichten aus dem Struwwelpeter –entscheiden Sie selbst, ob sich die Ratschläge an Kinder in den letzten 200 Jahren wirklich geändert haben.
Unter der Leitung von Frau Heseding und Frau Weimann erarbeiteten die Lernenden des 8. Jahrgangs dieses Stück.
9. Jahrgang
Das Urteil
Der neunte Jahrgang nimmt uns mit auf eine kurze Zeitreise in eine nicht allzu weit entfernte Zukunft, in der die jüngere Generation über die Risiken und Nebenwirkungen des verschwenderischen Lebensstils der vorangegangenen Generation richten soll.
Unter der Leitung von Frau Lindecke, Herrn Aouladali und mit der tatkräftigen Unterstützung von Sprachtrainerin Frau Peschke, erarbeitete und interpretierte der neunte Jahrgang einen Auszug aus dem Stück „Das Tribunal“ von Dawn King.
Doch eine Frage bleibt: Welches Urteil stünde Ihnen bevor?
10. Jahrgang
Annette
Der 10. Jahrgang zeigt ein Schauspiel, basierend auf der Ballade „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff, das die düsteren Seiten des menschlichen Daseins thematisiert.
Es entführt das Publikum in eine Welt voller Mystik und symbolischer Darstellungen.
Da sind nicht nur die Gefahren einer Moorlandschaft, die thematisch aufgegriffen werden, sondern auch die Suche nach Identität und die Konfrontation mit der eigenen dunklen Seite.
Frau Spoo und Frau Mayer erarbeiteten diese Präsentation mit den Lernenden.
Vielen Dank an alle Beteiligten für diesen gelungenen Abend!
Am Dienstag, den 28. März 2023, fand die Schaubühne an unserer Schule statt.
Das Thema der Schaubühne 2023 lautete „Exlibris“.
Ein Exlibris ist ein in Bücher eingeklebter Zettel oder ein Stempel, der zeigt, wem das Buch gehört.
Somit standen Bücher im Mittelpunkt aller Präsentationen.
Den Auftakt machte der 7. Jahrgang unter der Leitung von Frau Lindecke und Herrn Reichelt mit dem Stück: „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“.
Beim Stöbern im Bücherschrank findet ein Kind eine mysteriöse Nachricht in einem Buch. Gemeinsam versuchte der siebte Jahrgang das Mysterium zu ergründen und begab sich auf die Jagd nach dem „Balzrück“.
Anschließend zeigte der 8. Jahrgang das Stück „Memoiren“ unter der Leitung von Frau Lindecke und Herrn Nowak.
Greg ist ein ganz normaler Teenager mit einer ganz normalen Familie. Warum beschäftigte sich der achte Jahrgang dann mit ihm? Greg schreibt Tagebuch…
Auftritt des 9. Jahrgangs
„Was heißt hier schön…?“ Lautete der Titel des 9. Jahrgangs unter der Leitung von Frau Spoo und Herrn Nowak.
Eines der ältesten Bücher der Menschheit, Ovids „Metamorphosen“ erzählt Geschichten, die seit tausenden von Jahren die Menschen zum Nachdenken anregen. So findet man in den Metamorphosen auch die Geschichte von Pygmalion, dem begabten Künstler, dem keine Frau schön und gut genug war, so dass er sich selbst die „perfekte Frau“ erschuf.- Diesen Impuls griff der neunte Jahrgang auf und beschäftigte sich mit der ewig ungeklärten Frage der „Schönheit“.
Auftritt des 10. Jahrgangs
Das „grand finale“ übernahm wie immer der 10. Jahrgang und damit der Abschlusskurs unter der Leitung von Frau Haas und Frau Dieckmann mit dem Stück: „Saiten dieser Welt.“
Der 10. Jahrgang zeigte eine Fusion aus Literatur und Bewegung.
Ein von den Schüler:innen gefüllter Bücherschrank mit seinen spannenden Geschichten stand im Mittelpunkt der Darbietung, durch Körperbewegung und Spiel mit der Stimme erhielt das Publikum Einblicke in die unterschiedlichen Lektüren.
Inspiriert von dem niederländischen Künstler Piet Mondrian zeigte der 10.Jahrgang, wie Bewegung und Dynamik mit geometrischen Formen, Farben und Linien fusionieren können.
Technik-Team
Einen herzlichen Dank an alle teilnehmenden DG-Lernenden,
betreuenden DG-Lehrkräfte, sowie das Technik-Team!
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