Arbeitsgemeinschaft ‚ Aktiv für Menschenrechte‘

Man schätzt, dass allein dieses Jahr 2.500 Menschen auf ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer ums Leben kamen. Letzte Woche kenterte ein Boot mit 500 Flüchtlingen an Bord. Wahrscheinlich wurde es sogar absichtlich von Schleppern gerammt. Fast alle Menschen ertranken. In unserer neu gegründeten AG „Aktiv für Menschenrechte“ haben wir Flüchtlingsboote gebastelt, die Teil einer Aktion von Amnesty International mit ca. 20.000 Booten aus ganz Deutschland sind. Am 24.9. wurden im Berliner Ostbahnhof alle Boote aufgestellt.Bei einer europäischen Aktion auf Sizilien sind auch unsere Boote vermutlich dabei. Wir fordern von den Politikern „Erst Menschen – dann Grenzen schützen!“

 

Zum Video: Bitte eines der Bilder anklicken

Menschenrechts-AG setzt sich für Flüchtlinge ein

Durchfahrt verboten! Die Menschenrechts-AG der JBG unter Leitung von Lehrerin Silvia Ropertz setzte sich im letzten Schuljahr mit brandaktueller Politik auseinander, dem Flüchtlingsdrama im Mittelmeer. Die ernste Thematik verarbeiteten die Schülerinnen und Schüler auf kreative Weise und nahmen gemeinsam mit der Sing-AG ihre Version des „Cup Song“ auf. Das Ergebnis lässt sich hören …unter folgendem Link:Bitte die entsprechenden Symbole anklicken.

https://www.thinglink.com/scene/636191214286143490

 

Engagement für traumatisierte Flüchtlinge

Am 23.4.16 war es nach längerer Planung so weit: Eine Teilgruppe des Kurses Praktische Philosophie im zehnten Jahrgang bei Frau Ropertz nahm an einer Aktion der Menschenrechtsorganisation ‚Amnesty International‘ in der Benrather Fußgängerzone teil. Ziel war es, Unterschriften an den Bundesgesundheitsminister zu sammeln, damit die Krankenkassen die Kosten für eine psycho-soziale Betreuung traumatisierter Flüchtlinge in den psycho-sozialen Zentren übernehmen.

 

Eindrücke von teilnehmenden Schülerinnen und Schülern:

"Als wir in Benrath ankamen, machten wir uns mit unserem Formularbogen auf die Suche nach interessierten Menschen. Bei vielen Leuten waren wir uns einer positiven Reaktion sicher. Andere Leute waren eher abweisend und desinteressiert. Sobald wir merkten, dass jemand interessiert war, erzählten wir viel über dieses Projekt, über Flüchtlinge und ihre psychischen Probleme und über uns selber. Manche fragten uns, welche Muttersprache wir haben. Als sie erfuhren, dass ich Arabisch spreche, waren sie begeistert und fragten mich, ob ich mit den syrischen Flüchtlingen gut reden kann. Unfreundliche Kommentare kamen von jenen, die ein schlechtes Bild von Ausländern haben und somit auch nicht nett über mein Kopftuch und unser Aussehen redeten. (Amira und Sermin)
"Wir waren auf unterschiedliche Reaktionen gefasst. Dennoch war ich erschrocken, dass manche den traumatisierten Flüchtlingen nicht helfen wollten. Ich glaube, viele haben unterschrieben, weil wir als Deutsche angesehen wurden. Es ging um die Sache, aber auch darum, wie wir aussahen. Ein Passant sagte „Ihr helft Ausländern, dabei seid ihr selbst Ausländer und ihr seid schon genug.“ (Alisa, Liri  und Talha)
„Wir haben ganz unterschiedliche Reaktionen erfahren. Manche dachten vielleicht, dass sie betrogen werden sollten. Dennoch würden wir uns noch einmal für ein solches Projekt von Amnesty einsetzen, da es für einen guten Zweck ist und wir damit den Menschen bzw. Flüchtlingen helfen.“ (Oguzhan und Bilal)


Weitere Kommentare finden sich hier https://twinspace.etwinning.net/16124/home auf Englisch. Dort ist alles über unser diesjähriges Projekt ‚Make it a better world - Peace Project‘ mit Partnerschulen in Frankreich und der Türkei zu finden.

Mit Kreativität für die Menschenrechte

Quelle: Westdeutsche Zeitung (23.02.2015)