Lernbüro

Lernen in Lernbüros an der JBG

  • jeweils 2 Stunden in Deutsch, Englisch und Mathe
  • individuelles Lernen anhand von Lernplänen mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus
  • selbstständige Planung des Lernprozesses 
  • individuelle Unterstützung und Beratung durch die Lehrkräfte
  • Kinder planen ihr Lernen zunehmend selbst

 

Lernbüros an der Joseph-Beuys-Gesamtschule - warum?

 

Schülerinnen und Schüler...

  • lernen im eigenen Tempo: mehr Zeit für Stärken, mehr Zeit für Schwächen.
  • lernen in kleineren Gruppen.
  • übernehmen mit zunehmender Selbstständigkeit mehr Eigenverantwortung für den eigenen Lernprozess.
  • können ihren Lernprozess besser selbst steuern und planen.
  • werden individuell gefödert und gefordert.
  • helfen sich gegenseitig (soziales Lernen).
  • können Methoden aus der Grundschulzeit fortführen.

Zeit für Stärken. Zeit für Schwächen.

Die Hauptfächer Deutsch, Mathe und Englisch werden an unserer Schule ab dem 5. Jahrgang in Lernbüros unterrichtet. Der Besuch der Lernbüros ist für jedes Kind zu Beginn des Schuljahres genau im Stundenplan festgelegt, das bedeutet je zwei Stunden Lernbüro in Deutsch, zwei in Mathe und zwei in Englisch. Da es in einem Jahrgang mehr Lernbüros als Klassen gibt, bedeutet Lernen in Lernbüros auch Lernen in kleineren Lerngruppen. Eine Lerngruppe umfasst etwa 20 Schülerinnen und Schüler.

Das Lernen im Lernbüro startet immer mit einem gemeinsamen fachspezifischen Start. Dies kann z.B. eine kleine Einführung, eine Wiederholung, ein Spiel oder auch eine kleine Präsentation sein. Im Anschluss daran bearbeiten die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben des Lernplans. Der Lernplan gibt einen Überblick über die Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Unterrichtsreihe eines Hauptfaches erwerben. Er informiert die Schülerinnen und Schüler genau darüber, was sie lernen werden, was in der Klassenarbeit, dem Kompetenztest, verlangt wird und bietet die Aufgaben auf zwei Leistungsniveaus an.

Lernen in Lernbüros bedeutet keineswegs durchweg alleine zu arbeiten. Der Lernplan enthält auch Aufgaben, die zu zweit oder in Kleingruppen bearbeitet werden müssen. Stärkere Schülerinnen und Schüler können bestimmte Aufgaben überspringen und in höheren Anforderungsbereichen arbeiten. Schülerinnen und Schüler, die mehr Unterstützung brauchen, bekommen mehr Zeit, in der die Lehrkraft individuell auf sie eingehen kann. Nach einem speziellen Hilfesystem helfen sich die Schülerinnen und Schüler auch gegenseitig, so dass ein soziales Lernen stattfindet. Es gibt Zusatzmaterialien und Aufgaben zur Förderung wie zur Forderung, Hörstationen oder der Einsatz von ipads unterstützen die Kinder zusätzlich beim Lernen.

 

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf erhalten eine zusätzliche Förderung u.a. im Lernbüro Intensiv. Der Besuch der unterschiedlichen Lernbüros und die Förderung wird für jedes Kind individuell in Zusammenarbeit mit den Sonderpädagoginnen, den Fachlehrkräften und der Klassenleitung abgestimmt. Schülerinnen und Schüler, die Deutsch lernen, werden zusätzlich im DaZ-Lernbüro gefördert.

 

Den Lernplan erhalten die Kinder in der Lernbüro-Plus-Stunde. Hier findet der Unterricht mit der gesamten Klasse gemeinsam statt. Die Lernbüro-Plus-Stunde bietet Raum für die Vertiefung von Lerninhalten, für Präsentationen und fachliche Fragen, die die gesamte Klasse betreffen. Die Aufgaben des Lernplans des jeweiligen Faches bearbeiten die Kinder in den Lernbüros.

Die Anwesenheit in den Lernbüros sowie die Bearbeitung der einzelnen Aufgaben wird von den Schülerinnen und Schülern im Beuys-Kompass, unserem Schulplaner, dokumentiert. Sie nehmen nach jeder Lernbüro-Stunde eine Selbsteinschätzung vor, die sie in ihren Beuys-Kompass eintragen und erhalten dort ebenso eine Rückmeldung der Lehrkraft. Damit haben die Schülerinnen und Schüler, die Klassenleitung, die beteiligten Lehrkräfte und auch die Eltern jederzeit einen Überblick und Einblick in das Lernverhalten des jeweiligen Kindes.

 

Während der Besuch der Lernbüros im ersten Quartal des 5. Schuljahres noch genau vorgegeben und festgelegt ist, wird auf den Quartalskonferenzen nach den Herbstferien entschieden, welche Kinder schon so selbstständig lernen, dass sie im zweiten Quartal selbst entscheiden können, wann sie in welchem Lernbüro lernen möchten – natürlich immer in Begleitung der Klassenleitung und der Fachlehrkräfte.

 

Der Besuch der Lernbüros wird von den Schülerinnen und Schülern im Start in die Woche geplant. Der Start in die Woche ist eine Stunde am Montagmorgen, in der die Klasse mit beiden Lehrkräften der Klassenleitung die Woche gemeinsam beginnt. Hier ist Raum für die Planung der eigenen Wochenziele und für den gemeinsamen Austausch. Darüber hinaus finden individuelle Feedback-Gespräche statt, in denen jeweils ein Mitglied der Klassenleitung mit den Schülerinnen und Schülern auf der Basis der Eintragungen im Beuys-Kompass ein kurzes Beratungsgespräch führt und bei der Planung der nächsten Schritte unterstützt. Der Start in die Woche bietet zudem weiteren Raum für das gegenseitige Kennenlernen in der neuen Lerngruppe.